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Eriyadu / Mai 2009
Juhuiii, es war soweit!
Drei Wochen Maledivenurlaub lagen vor mir. Zuerst 10 Tage Eriyadu meine Lieblins- Touristeninsel, und dann 10 Tage auf der einheimischen Insel Naalafushi bei meiner Maledivenfamilie.
Bevor ich die schönen Sachen von Eriyadu in erzähle, möchte ich meine Gedanken zu Gohan dem Inselkater äussern.

Für die meisten Feriengäste die schon auf dieser Insel waren, war dieser Kater ein Begriff.
Er wurde leider von Jemandem so schwer verletzt, dass er eingeschläfert werden musste. Es ist schon traurig, dass ein Kater, der den meisten Touristen und Angestellten ans Herz gewachsen ist, nicht eines natürlichen, altersbedingten Todes sterben durfte. (Gohan im meinem Buch „Wenn Träume in Erfüllung geh’n“) Aber zeigt doch, dass es immer wieder Leute gibt, die keinen Respekt vor den Tieren und der Natur haben. Hoffentlich ist nun wenigstens den anderen zwei Katzen die noch auf Eriyadu wohnen, ein schönes Leben gegönnt.

Ansonsten war es auf dieser Insel schon wie ein nach Hause kommen. Ich wurde absolut herzlich willkommen geheissen und bekam ohne Fragen einen Bungi an meiner Lieblingsecke der Insel. Das ist der Strandabschnitt von Bungi 111-114. Dieses Mal logierte ich im Häuschen Nummer 114. Es ist ein wenig zurückgesetzt aber liegt immer noch fantastisch.

Natürlich war die erste Schnorcheltour schon kurz nach der Ankunft Pflicht. Nur 20 Meter vom Bungi weg ging die Reise in meine Traumwelt schon los. Vom Ufer aus konnte ich mit den Flossen ganz leicht angeben und mich in einer Ruhe bis zum Riff treiben lassen. Es ist für mich nach wie vor das Schönste das ich kenne. Nur im Gegensatz zu anderen Jahren hatte es viel weniger Fische als sonst. Die letzten Male traf ich fast täglich einen riesengrossen Schwarm Weisskehldoktor-Fische. Diese Schule sah ich in den 10 Tagen aber nur ein Mal. Auch der grosse Fledermaus-Fisch-Verband welcher immer am Steg anzutreffen war, konnte ich nicht einmal entdecken. Nur ab und zu haben zwei, drei dieser wunderschönen Fische meinen Schnorchelweg gekreuzt. Keiner wusste genau was der Grund für das Fehlen der Fische war. Sicher, ich sah wie immer tausend schöne Sachen.Das Riff von Eriyadu ist nach wie vor traumhaft um sich in dieser spannenden und ruhigen Welt einfach treiben zu lassen, aber....?

Wie immer auf den Malediven, der Hunger ist nach dem schnorcheln bei Fuss.Vor allem, da mir die Küche von Eriyadu besstens bekannt ist. Sie hat sich in den paar Jahren fast nicht verändert und ist nach wie vor sehr gut. Sie ist einfach aber fein. Ich freute mich wie ein Käfer auf die verschiedenen Gemüsegratins die jeweils angeboten werden. Am meisten freute ich mich als ich am Frühstücksbuffet Mashuni und Roshis vorfand. (Siehe Malediven-Rezepte). Die zwei Sachen hatte ich schon bei meinen letzten Aufenthalten auf Eriyadu gesehen, aber nicht gekannt, und daher.....“was der Bauer nicht kennt,....“ Dieses Mal war es anders. Auf der einheimischen Insel Naalafushi habe ich Mashuni und Roshi als Maledivenfrühstück kennen und lieben gelernt. Auch am abend hatte es öfter kleine Spezialitäten auf dem Buffet die ich nun seid dem letzten Jahr kannte und somit auch genossen habe.

Leider hatte das Wetter in diesen 10 Tagen nicht so mitgespielt. Zwischendurch öffnete sich der Himmel immer wieder mal für einen Platzregen. Da die Luft sich nicht wie zu Hause abkühlt und dieses Regenschauer sehr kurz waren, blieb ich meistens auch dann im Wasser. Das ist ein fantastisches Gefühl. Aber am Nachmittag vor meiner Abreise, weiter nach Naajafushi, zog ein grässlicher Sturm auf. Die Wellen rissen die Bretter aus dem Steg und schwappten teilweise bis zu den Bungieingängen. Mit Sandsäcken haben die Angestellten versucht den Schaden in Grenzen zu halten. Ich wünschte mir nur, dass es am nächsten Morgen bei meiner abreise nicht so massig stürmen würde, sonst na dann prost..! Mein Wunsch ging in Erfüllung! Am nächsten Morgen war es zwar noch ein bisschen windiger als normal, aber das Meer war relativ ruhig. So wurde die Überfahrt nach Male doch recht angenehm.
In Male angekommen musste ich zu den Wasserflugzeugen um meine Reise fortzusetzen. Dort erfuhr ich, dass ich dieses Mal nicht bei Medufushi landen könnte’ (siehe Naalafushi 2008) sondern bis nach Hakurahura mitfliegen müsse, wo mich aber meine Gastgeber abholen würden. Kein Problem, im Gegenteil, so konnte ich Naalafushi einmal von etwas weiter weg aus der Luft betrachten. Beim Vorbeiflug sah ich, dass vor meinem Gasthaus ein neues Haus im Bau war. Die Aussicht von der Gartenmauer aus würde also schon mal nicht mehr dieselbe sein. Auch fehlten einige Palmen in Hausnähe. Meine Spannung wuchs! Was hatte sich alles verändert? Würden diese 10 Tage so spannend, eindrücklich und erholsam werden wie die Ferien auf dieser Insel im letzten Jahr?
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