Ich habe mich doch entschlossen meine Reise nach Angaga anzutreten. Ende September geht es los! Meine Freude ist riesig!
Nach einem ruhigen Flug mit Edelweiss landet das Flugzeug pünktlich in Male. Von den Manta-Betreuern werde ich beim Flughafenausgang sehr freundlich empfangen und zum einchecken für den Wasserflieger gebracht. Eine kurze Fahrt um das Flugfeld bringt die Passagiere zur kleinen Abflughalle für die Wassertaxis. Es ist schon erstaunlich. Jedesmal wenn ich diese Abflughalle sehe, sieht sie anders aus. Nun kann man auf einer schönen Terrasse die Wartezeit mit einem kühlen Kokosmilchdrink verkürzen.So wird das warten sehr angenehm. Aber bald heisst es einsteigen.
Von schönem Wetter begleitet ist der 40 minütige Flug nach Angaga herrlich. Die Malediven von oben gesehen sind für mich einfach jedesmal von Neuem faszinierend.
Mit einem Fruchtsaft und einem erfrischenden, kühlenden Tuch ist der Empfang auf Angaga herrlich. Patricia, die Betreuerin von Manta-Reisen begrüsst die Gäste. Wir haben sofort einen guten Draht zu einander. Sie zeigt mir persönlich meinen Bungi.Wie im Katalog. Die Häuschen stehen alle Einzeln und sind schön gross. Auf der Terrasse hatte es eine Sitzbank und eine Maledivenschaukel. Das Bad ist ein maledivisches, also offen.. Auf den Waschlappen liegen Hibiskusblüten. Die Zimmereinrichtung ist dieselbe wie auf Thulhagiri. Vor allem das Bett. Es ist riesig und hat eine sehr harte Matratze. Viele Leute äussern sich negativ darüber, aber für mich ist es perfekt. Jeden Tag wird ein Thermoskrug mit frischem Wasser auf dem Salontisch bereit gestellt. Fünf verschiede Teesorten, Kaffee und sogar Milchpulver stehen zur freien Verfügung. Der Wasserkocher steht im Badezimmer bereit, damit man die Getränke heiss geniessen kann.Der kleine Kühlschrank hält das Trinkwasser immer auf einer angenehmen Temperatur.
Der Strand von Angaga ist ein Traum. Diese Insel kommt als eine der Wenigen ohne Sandsäcke und Verbauungen aus. Der Sand bleibt, nur dass der Strand je nach Jahreszeit nicht immer am selben Ort sooo breit ist. Aber man kann tatsächlich ohne Hindernis rund um die Insel gehen. Da ich natürlich immer und überall etwas spezielles sehe, dauert die Inselumrundung bei mir schon 15 Minuten. Vor allem bei Sonnenuntergang finde ich den Anblick der der Insel noch viel schöner.Am Abend (bei Ebbe), liegen viele Korallenblöcke in Ufernähe frei. So kann man sich aber sehr gut merken, wo man Tagsüber(bei Flut) einen einfachen Ausgang finden kann.
Bei einem ausgiebigen Schnorchelgang am Hausriff trifft man allerlei. Der Einstieg auf der Höhe der Tauchschule ist am Morgen ein bisschen wild, was aber keine Probleme macht. Bereits in der Lagune hat es einige riesige Korallenberge. Dort trifft man von vielen Fischarten die Junioren. Der schönste war für mich der juvenile Orientsüsslippfisch. Als Baby ist seine Zeichnung so anders als im Erwachsenenalter, dass man ohne das Wissen nicht darauf käme, dass es ein und der selbe Fisch ist. Als Kleiner erinnert sein Muster an Leopardenflecken und als Grosser imponiert er im längsgestreifften Kleid.
Das ganze Riff in einem Zug zu umrunden war für mich unmöglich, da ich mit meinem Beobachtertempo nicht sooo weit kam. Aber in Etappen habe ich doch das ganze Riff geschafft.Egal wie viele Male man an der selben Stelle vorbei schwimmt, es gibt immer etwas anderes, besonderes zu sehen!Ich dachte immer,die Begegnung mit den Mantarochen auf Embudu vor einigen Jahren wäre nicht zu toppen! Aber auf Angaga hatte ich ein Erlebnis das meinen Puls auf 180 brachte.
Plötzlich schwamm ein Hai unter mir durch. Toll. Sofort fotografieren! Ich dreh mich ein bisschen, dann sind es plötzlich 3 Haie. Fantastisch! Ich stelle die Kamera um zum filmen. Man hat ja nicht alle Tage 3 Haie die einem begutachten. Denn genau DAS taten sie. Sie schwammen hin und her mit einer Eleganz die mich absolut faszinierte. Ich drehte mich noch ein bisschen, und da..... es waren plötzlich sieben Haie. Ich konnte schön auf Film bannen, aber ich hörte mein Herz selber schlagen. So plötzlich wie sie aufgetaucht sind, so plötzlich sind sie auch wieder abgezogen.
Meine Rückkehr an den Strand war einiges schneller als sonst, und an diesem Tag bin ich nicht mehr ans Riff! Während den ganzen Ferien sah ich schon noch ab und zu eines dieser eleganten Tiere, aber nie mehr als Einen. Ein paar Tage später begleitete mich eine grosse Muräne. Die sieht man sonst eher selten tagsüber frei schwimmend.Wenn ich alle Besonderheiten die ich am Riff von Angaga aufzählen würde, würde das meinen Bericht sprengen. Daher lass ich einfach die Bilder in der Galerie für sich sprechen.
Die ganze Insel ist sehr gepflegt. Es gibt viele Ecken in denen in den man es sich gemütlich machen kann. Tagsüber sieht man praktisch keine Leute obwohl es viele Touristen hat. Doch kommt man hie und da ins Gespräch mit Anderen. So habe ich auch auf Angaga wieder super Leute kennengelernt. Das schöne am Ganzen ist, dass solche Kontakte selten abbrechen. Und tatsächlich, wir hören immer wieder von einander.
Das Essen auf Angaga ist traumhaft. Es fehlt an überhaupt nichts. Ich schau mir immer zuerst das ganze Büffet an und entscheide erst dann was ich essen werde. Die auswahl ist so riesig, dass man nicht aufs Mal von Allem probieren kann. Nach einigen Tagen hat man aber kein Problem nur die Lieblingsgerichte auf dem Teller zu haben. Ich finde es nur sehr schade, dass es immer wieder Leute gibt, die ihre Teller endlos füllen und dann mehr als die Hälfte zurückgeben.
Während den Malzeiten stiefeln zwei Katzen von Tisch zu Tisch in der Hoffnung es fällt für sie was ab. Und genau so ist es. Die Katzen sind nicht aufdringlich. Wenn sie merken an diesem Tisch gibt es nichts, ziehen sie einfach weiter.Sie sind auch sehr gepflegt und lassen sich gerne nach dem Essen dan Bauch kraulen. Etwas ganz Besonderes war das Essen am Stand. Der Wind hielt sich in Grenzen und somit konnte man das Essen in vollen Zügen genissen. Die Büffets die am Strand aufgestellt wurden waren einfach traumhaft. Anders als sonst waren die vielen grossen Fische die frisch gegrillt wurden. Auch sonst fehlt es an überhaupt nichts. Es ist schon ein ganz besonderes Erlebnis am Strand bei Kerzenlicht zu essen. In solchen Momenten fehlt mir mein Schatz ganz besonders. Aber eines Tages...!
Ein Besuch im Coconut-Spa konnte ich mir nicht verkneiffen. Es ist einfach herrlich. Die einzige Schwierigkeit ist, sich für eine Massage zu entscheiden, denn die Auswahl ist riesig. Aber sehr empfehlenswert. Die Preise sind völlig im Rahmen und man verlässt den Spa völlig entspannt und erholt.
In der zweiten Woche wurde zum Inselputzen zusammen mit den Angestellten aufgerufen. Natürlich freiwillig! Denn es war der ein ganz spezieller Tag an dem Weltweit eine Inselputzete organisiert wurde.Natürlich waren die Meisten dabei und es machte sogar Spass. Wir erhielten Alle ein T-Shirt und bileten Gruppen je nach Shirt-Farbe. Ich war im inneren Teil der Insel eingeteilt. Es ist schon gewaltig was da zusammen kommt beim auflesen. Wir sammelten vorwiegend Wandkacheln ein. Und natürlich Plastik. Am Schluss wurde alles auf getrennte Haufen geworfen um das Zeugs weiter zu verwenden oder zu vernichten. Als Belohnung durften wir nicht nur das Shirt behalten. Es gab am Strand gebratenen Fisch(meeeega scharf) und dazu süssen Reis mit Zimt und Zucker gekocht. Das ergab eine wunderbare Kombination aus Süsse und Schärfe. Einige spielten Volleyball und die anderen sassen am Steg und lauschten den Gitarrenklängen. Es fehlte nur noch ein Feuer um das Ganze perfekt abzurunden.
Die Zeit verfliegt viel zu schnell. Das schöne Wetter ist ein Genuss. Das einzige was mir fehlt sind meine Liebsten.Mit den Erfahrungen die ich auf Angaga gemacht habe, bin ich wieder wieder von Neuem mit dem Inselvirus infisziert worden. Die Krönung des Ganzen war eine Fahrt mit dem Katamaran in den Sonnenuntergang. Dank Patricia von der Manta-Betreung und mit Tomi dem Katamaran-Fahrer konnte ich nach Mirihi segeln, um auch dort mein Buch vorzustellen. Wenn man diese Insel betritt, überkommt einem ein ganz ruhiges Gefühl. Alles was man sieht, von der Lobbie bis zum Restaurant, es strahlt eine absolute Harmonie aus.
Nebst einem fantstischen Essen, Pizza und Brie-Sandwich, genossen Patricia und ich ein Tiger-Bier und frischen Kaffee und Cappucino. Herrlich, Ferien in den Ferien! Zu meiner Freude durfte ich einen Inselrundgang machen. Natürlich ohne Jemanden zu stören. Da alle Bungis ausgebucht waren, konnte ich leider keinen von innen "begutachten". Aber auch die Hinteransicht der Häuschen sagen schon sehr viel positives aus. Wenn die Unterkünfte so wie der Rest der Insel sind, können sie nur genial sein. Auch das Riff verspricht ebenfalls sehr viel! Am Ufer tummeln sich Baby-Haie und die Papageienfische in unmittelbarar Nähe.
Lust auf diese Insel? Was für eine Frage!!!! Aber jaaaa!!!!!!!!! Auch wenn ich die Delphine die dann meist in der Nähe sind nicht gesehnen habe, war dieses Erlebnis etwas ganz Besonderes das ich auch nie vergessen werde. An dieser Stelle möchte ich mich bei Allen von ganzem Herzen bedanken, die mir diese Reise ermöglicht und so wunderschön gestaltet haben!