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Meine Reiseberichte von:

 

Eriyadu / Mai 2007

Zu meinem 50. Geburtstag erhielt ich von meinen Eltern einen Gutschein für eine Reise in die Malediven, und mein Schatz legte den Business-Flug bei Lauda- Air dazu. Was für ein gigantisches Geschenk. Die Insel durfte ich mir frei auswählen. Natürlich fiel mein Entscheid auf Eriyadu.

Wenn ich mir eine Insel basteln könnte, würde ich das Hausriff von Eriyadu und Thulhagiri auslesen. Auch das Essen wäre von diesen beiden Inseln. Den Bungalow nähme ich von Thulhagiri aber mit dem Badezimmer von Filitheo. Diese Kombination wäre absolut der Hammer. Natürlich wäre mein Schatz immer dabei! Als ich abends allein vor dem Bungalow sass, wünschte ich mir schon meine Liebsten herbei.
Aber wer weiss, vielleicht, eines Tages...

Die Reise begann nicht wie üblich. Die Lauda-Air konnte wegen Sturm in Male nicht rechtzeitig starten und musste in Mailand landen und auf die neuen Passagiere für die Malediven warten. Wir wurden mit 2 Stunden Verspätung mit der Edelweiss-Air nach Milano geflogen. Um 23 Uhr 30 startete das Flugzeug Richtung Male.
Um 1Uhr  wurde den Passagieren das Essen serviert. Keine Ahnung woher es kam, es hatte auf jeden Fall nichts mit Business-Class zu tun. Zum trinken gab es einfach Rotwein oder Wasser. Irgendwie hatten alle Passagiere das Gefühl im falschen Film zu sein.Die Stühle waren bis auf 3 Stück alle defekt. Man hatte enorm viel Platz um die Beine auszustrecken, nur mit gerade sitzen konnte man auch den Platz nicht nützen. An jeder Rücklehne hatte es einen Fernseher. Toll, weil an schlafen war eher nicht zu denken. Dafür hätten aber die Fernseher funktionieren müssen.

Beim Aussteigen in Male sah man in WAS für einem Rosthaufen wir geflogen wurden. Gut sind wir im dunkeln in das Flugzeug gestiegen, sonst..? Ich weiss nicht ob ich mich da rein gesetzt hätte.

Mein grosser Trost war dann, dass ich meinen Lieblings-Bungi 112 bekam.



Leider hatte es sehr viel Strand weggespühlt. Das ist aber um diese Jahreszeit nichts Besonders. Er hat sich einfach auf die andere Seite der Insel verlagert.


Trotz starkem Regen machte ich meine erste Schnorcheltour und traf tatsächlich die Schildkröte an. Die wunderschöne, blaue Kaiserkrone hatte ich auch bald gefunden. Es war wirklich wie ein nach Hause kommen.
Fast jeden Morgen startete ich vom Landesteg aus auf meine Schnorcheltour. Am Steg tümmelte sich immer ein riesiger Schwarm Fledermausfische. Die waren besonders neugierig. Sie kamen ganz nah an die Kamera. Wer beobachtete jetzt wohl Wen? Zwischendurch schoss eine Stachelmakrele quer durch den Schwarm. Weiter unten zog der Riffhai seine morgentliche Runde. Mit der leichten Strömung konnte ich mich ganz langsam um das Riff treiben lassen. Bei diesem Tempo sah ich extrem viele, wunderschöne Dinge. Verschiedene Anemonenfische, wunderschöne Papageienfische und die Nasendoktoren mit ihren lustigen Gesichtern. Zwischendurch konnte ich eine Muräne die sich putzen liess beobachten.  

Meine Bungi- und auch Tischnachbarin wollte am vierten Tag Alarm schlagen, weil ich über 3 Stunden am Riff war. Sie wusste natürlich nicht, dass nur das Essen oder die Nacht mich vom schnorcheln abhalten kann.
Nur wenn das Wetter wirklich absolut nicht gut war und so auch in der Lagune Strömung herrschte( was leider in der 2.Woche zwei Mal der Fall war) sass ich bei meinem Bungalow. Lesen oder rätseln, oder auch Mandalas malen verkürzten mir die Zeit bis das Wetter wieder besserte. Das ist sowieso etwas, was mir an den Malediven sehr gefällt. Das schlechte Wetter hält nicht ewig an wie bei und zu Hause. Es kann am selben Tag ohne Probleme zwei, drei Mal wechseln.

Das Essen war wie immer einfach genial. Es mochte einigen Leuten nicht gefallen, dass es so viel Gemüse und relativ wenig Fleisch gab, aber für mich war das einfach genial. Mit meiner Tischnachbarin hatte ich immer viel Spass.Ich fand es toll, dass man uns den selben Tisch zugeteilt hatte. Es war schon gemütlicher beim Essen mit jemandem zu quatschen. Sie wollte jeden Abend ganz genau wissen was ich alles gesehen hatte, da sie selber nicht schnorcheln ging. Ich konnte sie leider nicht dazu überreden, sich diese traumhafte Unterwasserwelt selbst anzusehen.

Wie jedes Jahr gab es ein Nachtessen am Strand für Wiederholungs-Gäste. Sie werden liebevoll die „Wiederholungstäter“genannt. Eigentlich war ein Buffet mit Lobster und Meeresfrüchten vorgesehen. Nach einer Umfrage unter den „Wiederholungstätern“ wurde aber festgestellt, dass sich die Begeisterung dafür in Grenzen hielt. Also gab es wunderbaren Fisch und Pouletfleisch vom Grill. Auch das Dessert-Buffet war nicht zu verachten. Jedem Gast wurde zudem ein Glas Wein offeriert. Ich finde, dieses Essen am Strand ist immer wieder eine wunderschöne Geste der Resortleitung.

Die Zeit verflog im Nu und schon hiess es wieder Kofferpacken. Mit einer unmenge schöner Fotos und Erinnerungen im Gepäck freute ich mich auf meine Lieben zu Hause. Beim letzten Frühstück erwartete mich eine grosse Überraschung am Tisch. Unser Kellner Samy hatte mir mit farbigen Reiskörnern Good Bye auf den Tisch geschrieben und eine gravierte Muschel dazu gelegt.



Jedem Kellner ist es selbst überlasse, ob er für seine Gäste etwas spezielles zum Abschied macht.
Obwohl ich sonst keine Muscheln mit nach Hause nehme, dieses Geschenk musste ich einpacken.

Ich wusste, dass der Heimflug mit der Edelweiss-Air gebucht war, und konnte mich somit auch darauf freuen.
Im Flugzeug wurde das Personal andauernd auf unseren desolaten Flug mit der Lauda-Air angesprochen. Die Crew der schweizer Fluggesellschaft gab sich jede erdenkliche Mühe um den Passagieren den Heimflug so schön wie möglich zu machen. Ich wusste ja, dass man in der Business-Class sehr verwöhnt wird, aber dieses Mal haben sie sich in Allem noch übertroffen. Den ganzen Flug über wurden wir wie Könige behandelt und verwöhnt. Ich hatte das grosse Glück wieder einen leeren Nachbarssitz zu haben und konnte den Heimflug mehr als gemütlich geniessen.

Ich werde mich ewig an dieses wundervolle Geburtstagsgeschenk erinnern!

 

 
 

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