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Meine Reiseberichte von:

 

Thulhagiri / September 2005

Ein schneller Entschluss. Mein Schatz brauchte dringend Ruhe und Erholung. Sein Vorschlag 2 Wochen auf die Malediven zu fliegen fiel bei mir natürlich auf sehr fruchtbaren Boden. Wir holten uns Prospekte und entscheiden uns für Thulhagiri im Nord-Male-Atoll. Mittlerweile wusste ich, dass eine ovale oder runde Insel genau dem entspricht was wir suchten. Thulhagiri liegt nicht in der grössten Strömung und hat ein relativ grosses Riff rundherum.

Wir wurden nicht enttäuscht. Thulhagiri ist fantastisch. Diese Insel erreichte man von Male aus mit dem Speedboot. Die Überfahrt dauerte ca. 40 Minuten. Das erste was uns beim betreten der Insel auffiel, war das Vogelgezwitscher. Es wohnt eine riesige Kolonie Wellensittiche auf diesem wunderschönen Eiland. In den Palmen und Büschen sind Nistkästen angebracht. Auch ausgehölte Kokosnüsse dienen den Vögeln als Unterschlupf. Sie zeigen keine Scheu auch wenn man ganz nah zu ihnen hingeht.

Der Empfang auf Thulhagiri ist wie auf jedem Resort sehr herzlich. Aber die Formalitäten müssen halt sein, und bei einem kühlen Fruchtsaft lassen sie sich auch schnell erledigen.
Unser Bungalow lag gleich neben dem des Besitzers der Insel. Durch das Dach seines Bungis wächst eine Palme und im Inneren (das sieht man wenn die Fenster offen sind) wachsen Hibiskusbüsche. Das wäre ein Wohnen wie man es sich erträumt. Auch unsere Unterkunft war wunderschön. Als wir den Prospekt sahen, waren wir nicht sicher ob das Zimmer wirklich so schön sein würde. Aber es war tatsächlich genau so wie im Katalog. Ein riesen grosses Bett aus Ratanholz, genau wie die anderen Möbel.



Das Bad war sehr gross und auch durch einen separaten Eingang zu betreten (so hatte man keinen Sand im Schlafzimmer). An der Zimmerwand hing ein Bild von einem einheimischen Künstler. Seine Kunstwerke findet man auch an der Rezeption, am Buffet und der kleinen Bibliothek.

Die ganze Insel ist sehr gepflegt und wird zu zwei dritteln vom wunderschön, weissen Sandstrand umgeben. Ein kleiner Teil der Insel hat keinen Strand. Eine kleine Mauer schützt die Insel vor der Errosion. Über eine Leiter gelangt man aber auch von dort aus in die breite Lagune.

Ca.100 bis teilweise 150 Meter weiter aussen ist das Hausriff. Durch die Einstiege ist jeweils ein Drahtseil gespannt. Eine Strömung drückt in die Lagune und daher ist es sehr angenehm, dass man sich am Seil bis an die Riffkante hinaus hangeln kann. Der Rückweg ist genial. Man kann sich am Seil festhalten und abbremsen. So ist es möglich mit den Korallen auf gleicher Ebene zu sein und die Fische lassen sich so noch besser beobachten. Auch das Schaukeln ist herrlich. Der weite Weg bis ans Riff lohnt sich auf alle Fälle.

Auf Thulhagiri habe ich enorm grosse Papageienfische gesehen. Auch tummelten sich viele Schwärme Weisskehl-Doktor-Fische übers Riff, welches bis auf ein paar Stellen unbeschädigt war. Wobei mir aber ein Taucher erklärte, dass es seid dem Tsunami einige Sorten Fische nicht mehr hat, andere aber neu dazu gekommen seien.



In der Lagune traf ich extrem viele, riesige Muränen an. Ich habe einen gewaltigen Respekt vor diesen Tieren und doch reizen sie mich zum fotografieren. Selbst ein Adlerrochen ist mir in der Lagune begegnet. Klark’s Anemonenfische wohnen in einer ganz speziellen Koralle, die ich noch nie gesehen hatte. Die Fangarme der Anemone sahen aus wie viele, kleine Schraubenzieher. Eine kleine Schildkröte war schuld dass ich mich ein paar Mal verschluckte. Ich habe sie beobachtet wie sie probierte an einer Koralle zu knabbern. Sie nahm einen Bissen und dann hat es sie an die Wasseroberfläche gezogen. Sie war vermutlich einfach noch viel zu leicht, um wie die grossen Schildkröten in tieferm Wasser zu fressen und unten zu bleiben.

Mein Schatz verbrachte die Zeit in der ich am schnorcheln war mit lesen, dösen und im Wasser dümpeln. Auch er hatte „tierische Begegnungen“. Auf Thulhagiri wohnt ein Päärchen Sumpfrallen. Diese sehr scheuen Vögel haben ihre Jungen zwischen den Büschen hindurchgeführt. Als die kleinen Vögelchen wieder gut versteckt waren kamen die Alten bis an die Hand um Krackerskrümmel zu empfangen, welche sie dann den Kleinen brachten.
Wir mussten uns aber nicht mit Krümeln begnügen. Die Buffets zu jeder Mahlzeit platzten aus allen Nähten. Es war ein Ding der Unmöglichkeit alle diese feinen Sachen zu probieren. Es würde den Rahmen sprengen Alles aufzuzählen. Verschiedenste Fleischgerichte, Gemüse in allen Variationen, Gratins und Reis, Salate und Pizzen, Kuchen und fritierte Früchte, was will man mehr.



Auch das Frühstücksbuffet war enorm. Selbst am Abreisetag (da ist man ja viel früher als Normal am Buffet) konnte man alles haben. Einfach herrlich.

Wir haben diese Zeit auf Thulhagiri in grossen Zügen genossen und sind völlig erholt und zufrieden in die Schweiz zurück geflogen. Einzig, nach 14 tagen barfuss im Sand, sind Schuhe eine echte Qual.

Danke mein Schatz für diese traumhafte Zeit mit Dir.