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Meine Reiseberichte von:

 

Reethi Beach / September 2002

Traumferien mit meiner keinen Schwester

Bis kurz vor dem Abflug in Kloten wusste meine Schwester Jeannette als Einzige NICHT wo wir die Woche Ferien zusammen verbringen. Das heisst, sie war in der Annahme wir fliegen in die Südtürkei. Dafür kaufte sie sich auch ganz speziell eine neue, warme Jacke für kühle Abende. Ich konnte sie nicht davon abbringen „keine“ warmen Sachen einzupacken.Wenigstens konnte ich sie überzeugen ihre Schnorchelausrüstung mit zu nehmen. Sie erzählte mir, dass sie einen Reiseführer für die Malediven eingepackt hat, um sich in den Ferien über  ihre Traumdestination zu informieren.

Vorahnung...?


Unsere Eltern und Freunde kamen an den Flughafen nur um die Reaktion von Jeannette zu be-obachten, wenn sie erfahren würde wohin die Reise wirklich geht. Taschentücher wurden gereicht um die Freudentränen ab zu wischen. Und den Freudenschrei meiner kleinen Schwester werde ich nie vergessen. Am Gate wollten wir Sandwichs essen die uns unsere Eltern als kleinen Imbiss mitgebracht hatten. Aber wir konnten das Gold-Püürli (Die besten Püürlis auf der Welt) gefüllt mit Rohschinken nicht durchbeissen. Eine Lage im Brötli war, ein in Zelophan gepackter Reisebatzen für etwas ganz Spezielles.

Wie in Trance bestiegen wir das Flugzeug. Wir hatten unsere Plätze in der Business-Class. Den Satz meiner Schwester.“ Das werde ich nie im Leben vergessen! Ich kann es fast nicht glauben!“ habe ich noch sehr häufig gehört. Ein Buisness-Flug in der Edelweiss-Air ist aber auch etwas ganz Einmaliges. Man wird von A-Z verwöhnt. Es wird weiss gedeckt, mit einer Rose dekoriert und nur vom Feinsten serviert.

Meine Freundin Ruth hat mir ein Päckchen mitgegeben mit der Bestimmung es erst im Flugzeug zu öffenen. Ihr kleiner Plüschmaulwurf und ein Brief von ihm an mich war darin.Der Maulwurf schrieb dass er mit uns mitkommen wolle, um auch die Maledieven einmal zu sehen. ( Er war ein weit gereistes Plüschtier und kannte schon Australien, Neuseeland und Amerika.)Wir nahmen uns vor eine kleine Fotoreportage mit dem Maulwurf zu machen.

In Male angekommen fuhr man uns zum Startplatz der Wasserflugzeuge. Meine Laune war nicht die Beste, es regnete und ich wartraurig , dass Jeannette nicht einen so fantastischen ersten Flug über die Inseln haben würde wie ich ihn das erstemal hatte. Ihre Laune war aber nicht zu trüben.

Umsteigen ins Dhoni


Kurz vor Reethi-Beach landeten wir auf dem Wasser und wurden von da aus mit dem Dhoni abgeholt. Die Überfahrt dauerte nicht lange und schon konnten wir unsere nackten Füsse auf Sand stellen. Ich freute mich schon wie ein Käfer, und die Begeisterung meiner Schwester war riesig.

Ankunft auf Reethi

Es war ein wunderbarer Empfang. Nach den üblichen Formalitäten erhielten wir einen Drink in einer Kokosnuss präsentiert. Und schon wurden wir zu unserem Bugi geführt. Ein wunderschönes Häuschen mit einem riesigen, bepflanztem Bad. Die Hollywoodschaukel vor dem Haus war aber leider im Gebüsch eingewachsen. Und der Strand war sehr schmal. Meine Entäuschung war gross. Ich hatte mir vorgestellt, dass der Strand ähnlich breit sein wird wie in Rangali.

Super Strand! :-(

Meine Vorstellungen waren einfach falsch. Heute weiss ich, dass man ohne Bilder im Kopf auf eine Insel fliegen sollte um alles so zu geniessen wie es vor Ort ist! Nicht vergleichen mit anderen Inseln, oder nur wenig! Die Lagune lud aber zum schnorcheln ein, was wir auch sofort machten.
Hand in Hand schwammen wir bis zum Hausriff . Aber nur genau bis zur Kante, da schauten wir hinunter. Wir konnten uns damals noch nicht vorstellen darüber hinaus zu schwimmen.
Am nächten Tag verwendeten wir den „Ferienbatzen“ unserer Eltern um eine Rundfahrt mit dem Glasbodenboot zu machen. So wussten wir nun ganz genau wo wir zum schnorcheln hingehen wollten. Unsere Schnorchelausflüge waren einfach genial.

Jeden Abend um 18 Uhr wurden am Strand die Rochen von einem Angestellten gefüttert. Selbst ein Geigenrochen gesellte sich dazu. Ein Riesen-Drücker liess es sich auch nicht nehmen um ein paar Brocken zu betteln. Eines Tages kamen sich zwei Rochen in die Quere und haben miteinander gekämpft. Wenn sie aufeinander prallten sah man was diese Tiere für eine Kraft haben. Auch denke ich dass das Ganze für die Rochen und aber auch für den Mann der sie füttert nicht ungefährlich ist.
Es ist faszinierend diese grossen Tiere so nah zu sehen und die Fütterung zu fotografieren. Und doch frage ich mich ob das für die Rochen gut ist.

Fütterung der Rochen

Auf Rangali waren  Holzfische aufgestellt, auf denen geschrieben stand „ Ein von Hand gefütterter Fisch, ist ein toter Fisch!“

Jeden Abend wurde unser Bett wunderschön hergerichtet. Es lag auch immer ein Zettel darauf, auf welchem die Wetteraussichten für den neuen Tag aufgeschrieben waren. Einmal hat der Room-Boy mit Pflanzenteilen und Blüten „ Good Nigth“ geschrieben. Andern Tags sass ein aus einem Palmblatt geflochtener Vogel auf dem Bett. Wenn es mal keine Blüten auf dem Bett hatte, war das Laken zu einer Figur hergerichtet.



Auch wir probierten die Laken so wunderschön zu drapieren. Aber selbst mit Hilfe des Room-Boys und viel Anstrengung gelang uns das nicht.

Tagsüber lagen wir sehr viel am Pool. Heute finde ich, dass ein Pool nicht nötig wäre auf den Malediven. Aber... da es bei unserem Bungi überhaupt keinen Schatten hatte waren wir froh um die Liegestühle am Pool. Die Atmosphäre dort war ganz besonders. Es lief immer Musik. Nichts schöneres als im Wasser zu liegen und sich treiben zu lassen, die Wolken zu beobachten und schöne Musik zu hören. ( Seid da höre ich Enrique Iglesias und träume mich nach Reethi-Beach). Ein Drink aus Ananas-saft und aufgeschäumter Kokosnussmilch war die Krönung unserer Lesestunden.

Für alle Mahlzeiten wurde ein riesiges Buffet hergerichtet auf dem es an nichts fehlte. Mit viel Liebe hergerichtete Desserts rundeten das Ganze ab. Und wie es sich gehört haben wir ein paar Pfunde mehr nach Hause gebracht. Von unserem Tisch aus hatten wir eine tolle Übersicht über das ganze Restaurant. Es ist sehr angenehm mit den Füssen ein bisschen im Sand zu scharren während des Essens, ausser man hat gerade einen gigantischen Sonnenbrand an den Beinen. ;-) Auch wenn das Sitzen daduch kurz nicht so gemütlich war, haben wir die feinen Sachen genossen. Können wir Reethi-Beach weiter empfehlen? Das beantworten wir Beide mit einem ganz grossen YESSSS!

Der kleine Maulwurf ist wieder gut in sein Zuhause zurückgekommen.Er hat aber in der Zwischenzeit eine Maus getroffen.Aber DAS ist eine ganz andere Geschichte.

Liebe, kleine Schwes, in diese Ferien mit Dir werde ich mich mein ganzes Leben zurückträumen!

 

Rheeti-Beach
     
Geigenrochen mit Anhang
Snackbar
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