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Rangali Hilton / April 2000

Mein erster Maledivenaufenthalt! Ein Traum geht in Erfüllung!
„Du darfst für uns Ferien buchen! Eine verspätete Hochzeitsreise! Egal wohin!
Es soll an unserem Urlaubsdomizil keinen Schnee, keine Bauern und keinen Lärm haben!“
Mit diesen Worten schickte mich mein Schatz ins Reisebüro.
Ich musste nicht überlegen wo mein Wunschziel auf dieser Welt liegt. Die Malediven, mein grösster Traum! Eine einsame Insel mitten im indischen Ozean. Wer schwärmt nicht davon?
Die Auswahl der Insel war auch nicht schwierig. Leider habe ich es aber versäumt mich über unser Reiseziel mehr zu informieren. Ich hätte viel mehr über diese Inseln und das Leben unter Wasser wissen müssen. Der Genuss wäre noch viel grösser gewesen.

Nach einem ruhigen, 10 stündigen Flug mit der Edelweiss-Air, landeten mein Mann Christof und ich in Male.
Es war ein Erlebnis mit dem kleinen Transporter über die Landebahn zu fahren um zum kleinen Flieger zu kommen.Mit dem Wasserflugzeug flog man uns nach Rangali.

Der erste Flug mit einem Wasserflugzeug war schon ein ganz spezieller Genuss. Wir haben nicht schlecht gestaunt, als wir sahen dass die Piloten Barfuss fliegen. Und die Aussicht war einmalig!
Ich wusste vom ersten Moment an, dass mich diese Farben und Eindrücken nie mehr loslassen würden.....
Man sagte mir schon vor der Abreise, dass man die Malediven entweder langweilig findet, oder dass man mit dem Maledivenvirus infisziert wird. Also es ist keine Frage, was mit mir passierte ist!
Auf Rangali hat man uns mit einem erfrischenden Drink und einem kühlenden Tuch empfangen.
Nachdem wir die Formalitäten erledigt hatten führte man uns zu unserem Bungalow den wir nun für 2 Wochen bewohnen würden.Die Gartenanlagen waren vom Feinsten. Wo man hinschaute, Blumen in allen Farben.
Immer wieder sahen wir kleine Echsen in verschiedensten Farben und Formen. Sie sassen ganz ruhig, damit ich sie auch gut fotografieren konnte.

Der Bungalow war sehr geräumig und grosszügig eingerichtet.Ein wunderschönes, offenes Bad mit Garten.
Unter der Dusche stehen und den Himmel sehen war schon etwas ganz Besonderes. Ein riesiges Bett verspricht guten und ruhigen Schlaf.Selbst eine Kaffeemaschine und ein Kühlschrank mit Getränken und allerlei Leckereien standen im Zimmer.Eine kleine Sonnenterrasse lud zum verweilen ein.
Nur ein kurzer Gehweg trennte uns vom breiten, schneeweissen Strand. Wie im Bilderbuch!
Der Roomboy erklärte uns, dass wir das Hausriff vor der Türe hätten. Leider habe ich es versäumt mich über das schnorcheln am Riff zu erkundigen. Im Gegenteil! Ich nahm nur unter gutem zureden Flossen und Schnorchel mit. Mein Satz war immer:“ Ich werde nie mit einer Maske auf dem Gesicht im Meer schwimmen!“ Dieser Satz galt aber nur bis ich das erste Mal unter Wasser die Augen öffnete. Ab sofort gab es kein Halten mehr!Den Anblick der Korallen, und diese Menge an farbigen Fischen wollte ich mir nicht entgehen lassen.

Leider hatte ich tatsächlich keine Ahnung dass man am Hausriff schnorcheln könnte. Ich habe mich nur gewundert, wiso viele Leute mit Schnorchelausrüstung am Strand entlang liefen und weiter vorne ins Wasser gingen. Auch konnte ich mir nicht erklären warum man weit draussen plötzlich Schnorchler sah.
Heute bedaure ich es ausserordentlich, dass ich so ohne Informationen auf den Malediven Ferien verbracht habe. Aber man kann ja immer lernen. So habe ich halt meine ersten Schnorchelversuche in Ufernähe gemacht.

Der Riesen Drückerfisch, welcher sich in Ufernähe aufhielt hat mich von Anfang an fasziniert.
Als er sich auf die Seite legte, auf mich zu schwamm und erst noch seinen Rückenstachel aufstellte, war ich hin und weg. Vielleicht war es einfach das Glück des Naiven, dass mich der Drücker nicht angegriffen hat.
Ich beobachte heute noch sehr gerne den Riesendrücker, aber aus respektabler Entfernung.
Meine ersten Fotos unter Wasser machte ich mit einer Einwegkamera. Meeega, sooo schöne Bilder. Die Faszination unter Wasser fotografieren zu können war perfekt. Ich war stolz auf meine ersten Unterwasserbilder.
Tagtäglich genossen wir das Essen an einem reichhaltigen, wunderschön präsentierten Buffet.
Zwei Mal am Tag schwelgen wir in einer enormen Auswahl an Gerichten. Selbst zum Frühstück wurden verschiedene Currys und Reis bereit gestellt. Eier, auf die gewünschte Art zubereitet. Speck und Würstchen, eine riesen Auswahl an Broten, Cerealien und Jogurth, frischen Säfte und Kaffee oder Tee gab es in Hülle und Fülle.
Den Mittagshunger stillten wir im Restaurant wo verschiedenste, kleine Gerichte und Salate angeboten wurden. Die gebratenen Kartoffeln mit Salat mauserten sich zu meinen Favoriten. Jeden zweiten Tag war das Abendessen kein Buffet. Ein Viergang-Menu verleitete uns zum immer wieder Sachen zu probieren die wir noch nicht kannten. Es war manchmal schon ziemlich exotisch für uns, aber immer gut.

Themenabende mit Buffet liebten wir besonders.
Wie die Orientalen am Boden auf Kissen sitzend essen, brachte eine ganz besondere Erfahrung. Besonders das wieder Aufstehen nach dem Essen!
Zwischendurch genehmigten wir uns einen Apero an der Bar. Für mich war es meistens ein Eistee.
Da wir sahen dass es einen speziellen Rangali-Eistee ( mit Alkohol) gab, beschlossen wir dieses Getränk einmal nach dem Essen zu bestellen. War das Köstlich! Ein zweiter Drink würde uns nicht schaden. Dachten wir!!!!
Wow, der Weg bis zu unserem Häuschen war plötzlich sehr lang, und geschlafen haben wir wie die Engel.

Wir spazierten den Strand entlang und sahen eine Bewegung im Wasser. War es wirklich etwas das sich bewegt hat oder waren das die Auswirkungen des Eistees? Christof hat einfach die Kamera darauf gerichtet und abgedrückt. Tatsächlich, es war ein kleiner Rochen. Diesen Eistee haben wir von da an ausgelassen und begnügten uns mit einem Pimm’s (Aperitiv-Getränk, das mit frischen, zerquirlten Salatgurken gemischt wird) oder einem kühlen Tiger-Bier.
Am Strand hatten wir immer Gesellschaft. Und zwar von grossen Krähen. Frech wie die waren, hatten sie keine Scheu selbst auf den Liebestuhl zu hüpfen, in der Hoffnung es hätte irgend etwas für sie zum fressen.

Während unseren Ferien war Ostern. Die Überraschung war gross, als am Ostersamstag ein grosses Schokoladenei auf dem Nachttisch stand. Wir haben es am Sonntag nach einem speziellen Osterbrunch im kühlen Zimmer gegessen.

Drei Tage vor dem Ferienende gönnte ich mir eine Massage im kleinen Spa-Center.
Eine Wohltat zu einem angemessenen Preis. 1 Stunde Massage vom Feinsten für 50$.
Heute ist Rangali (das jetzt Konrad-Island) heisst für unser Budget weit von der Realität entfernt.
Die Insel hat sich zum ober exklusiven Spa-Resort geändert. Es entstand auch das erste Untewasser-Restaurant.
Sicher muss es ein ganz besonderes Erlebnis sein die Fische wärend dem Essen zu beobachten. Oder auch massiert zu werden und zur selben Zeit ins Riff zu schauen.
Aber einen zusätzlichen Pool vor dem Bungi und im Badezimmer brauche ich persönlich nicht.
Sicher habe ich mich auf dieser Insel mit dem Malediven-Virus infiziert, aber ich wünsche mir Heute kleine, und einfache Inseln die ich auch bezahlen kann ohne dass mir das kliegen weh tut.
Heute fliege ich auf die Malediven um zu schnorcheln.
Aber die ersten Ferien bleiben mir immer präsent. Die Zeit, vor allem mit meinem Schatz, bleibt unvergesslich.
Wir haben uns erholt und eifach nur genossen. Umso schwerer war der Abschied von diesem Traumland.

Unser Wunsch war aber klar. Auf die Malediven kehren wir zurück!
Danke mein Schatz, das ich diese wunderschöne Welt durch dich kennen lernen durfte.
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